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Letzte Änderung am: 04.05.2010

Obwohl schwerpunktmäßig das Wappen- und Flaggenannahmeverfahren im nördlichsten Bundesland erläutert wird, ist diese Seite nicht nur für Schleswig-Holsteiner von Interesse! Ein Blick auf die von uns entworfenen Gemeindewappen und -flaggen dürfte auch Sie überzeugen:

Wappen- und Flaggenannahmeverfahren im Bundesland Schleswig-Holstein:

Bis zum 24. Juni 2002 wurde die Annahme eines Gemeindewappens oder einer Gemeindeflagge vom Innenministerium des Landes genehmigt.

Seit dem 25. Juni 2002 hat sich die Gesetzeslage für die Kommunalheraldik geändert. Wappen und Flaggen werden nicht mehr wie bisher vom Innenministerium genehmigt, sondern diesem nur noch zur Kenntnisnahme angezeigt. Nach dem Runderlaß des Innenministeriums vom 8. Juli 2002 -IV 202 - 113.14 - ist nun wie folgt zu verfahren:

Vor der Annahme von kommunalen Wappen oder Flaggen erfolgt wie bisher eine Beratung und Begutachtung durch das Landesarchiv Schleswig-Holstein. Dem Landesarchiv ist eine farbige Zeichnung, die alle Gestaltungseinzelheiten des Wappen- bzw. Flaggenvorschlages enthält, in doppelter Ausfertigung zu übersenden. Das Landesarchiv erstellt ein Gutachten zur heraldischen Fachlichkeit des Entwurfs. Auf dieser Grundlage fertigen die Kommunen die Reinzeichnung des Wappens bzw. der Flagge und senden sie dem Landesarchiv zur Formulierung der amtlichen Wappen- bzw. Flaggenbeschreibung (Blasonierung) zu. Die Blasonierung bildet die Grundlage für den Beschluß der Kommunen über die Annahme ihres Wappens oder ihrer Flagge. Nach der Annahme übersenden die Kommunen den Beschluß der Gemeindevertretung bzw. des Amtsausschusses über die Annahme, die farbige Zeichnung des Wappens bzw. der Flagge, die historische Begründung sowie die Wappen- und/oder Flaggenbeschreibung des Landesarchivs - jeweils 2fach - dem Innenministerium zur Kenntnisnahme. Das Innenministerium hinterlegt ein Exemplar der Unterlagen beim Landesarchiv Schleswig-Holstein, das die authentische Wappenrolle des Landes, seiner Kreise, Ämter und Gemeinden führt.

 

Motivfindung:

Der nächstliegende und zugleich älteste Anhaltspunkt für die inhaltliche Gestaltung eines Gemeindewappens ist der Gemeindename. Seine direkte Umsetzung in ein Wappenbild macht es zu einem "sprechenden" oder "redenden" Wappen.

Zu den häufigsten Elementen des Wappeninhaltes zählen ferner Hinweise auf die Topographie des Gemeindegebietes. Einen fast stereotypen Beitrag bildet als Nachweis stehender oder fließender Gewässer der Wellenbalken. Berge, Bäume oder Blätter verweisen häufig auf reizvolle Landschaften. Der heraldischen Bildsprache entsprechend wird hierbei häufig der ursprüngliche bildhafte Gesamteindruck auf einen einzelnen, markanten Gegenstand reduziert. Dieser vertritt dann die Aussage "anstelle des Ganzen" (Pars pro toto).

Gemeindewappenannahmen werden in der Regel begleitet durch eine Rückbesinnung auf die Vergangenheit des Ortes. Die Palette der hier möglichen Motive ist außerordentlich vielseitig. Beispielhaft mögen hier nur die Einordnung zu früheren territorialen Herrschaften, Klöstern und adeligen Gutsbesitzern, die Rückbesinnung auf die Ortsgründung und Hinweise auf kriegerische Ereignisse aufgeführt werden. Das ländliche Gewerbe wird allzu häufig durch Mühlräder und Windmühlen vertreten, während der Wirtschaftsbereich der Landwirtschaft allzu gerne durch die Darstellung von Ähren, Eggen oder Sensen symbolisiert wird. Hier sollte durch neue figürliche Ideen und ausgefallene Schnittformen versucht werden, die drohende Monotonie aufzubrechen. Die Leistung eines Heraldikers liegt im Wesentlichen darin, die gewählten Symbole in Verbindung mit Heroldsstücken (geometrische Aufteilung des Schildes) in möglichst reizvoller Darstellung wiederzugeben: ein ästhetischer Dreiklang von Symbolfigur, Geometrie und Farbe.

 

Referenzliste:

Die nachfolgende alphabetische Auflistung von Gemeindewappen und -flaggen soll die mannigfachen Gestaltungsmöglichkeiten zum Ausdruck bringen. In Verbindung mit der kurzgefaßten historischen Erläuterung des Wappen, bzw. Flaggenbildes sagen diese Beispiele über die Vielfalt der heraldischen Darstellung mehr aus wie theoretische Abhandlungen.

Bei den dargestellten Beispielen haben wir uns auf Wappen und Flaggen beschränkt, die von uns entworfen wurden.

 

Gemeinde Ausacker (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme des Gemeindewappens wurde durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein wurde am 12. Januar 1994 genehmigt.

"Durch einen silbernen Wellenbalken von Blau und Rot schräglinks geteilt. Oben ein frontal gestellter goldener Ochsenkopf, unten zwei geöffnete Bucheckern."

Der Ochsenkopf vermittelt den Ortsnamen als "Feld, auf dem Ochsen weiden" in redender Weise.

Der Wellenbalken symbolisiert die Kielsau, einem Quellflüßchen der Treene, die das Gemeindegebiet durchfließt.

Die stilisierten Bucheckern erinnern an die einstmals ausgedehnter Buchenwälder. Sie deuten zugleich an, daß die heutige Gemeinde 1970 aus den vorher selbständigen Gemeinden Ausacker und Ausackerholz gebildet wurde.

Die Farbgebung orientiert sich an der geographischen Lage: Das blaue Feld mit goldener Figur weist auf die Zugehörigkeit zum Landesteil Schleswig hin, während das rote mit silbernen Figuren die Farben der früheren Husbyharde aufgreift.

 

     

Gemeinde Böxlund (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme des Gemeindewappens erfolgte durch Gemeinderatsbeschluß am 5. Dezember 2002.

"Von Gold und Blau durch eine eingebogene halbe Spitze geteilt. Oben eine grüne geöffnete Buchecker und eine grüne über Eck gestellte Egge, unten ein silberner Eiskristall."

Eiskristall und Spitze verweisen auf das Naturdenkmal "Paläoböden am Stolzberg". Durch glückliche Umstände ist hier in einer ehemaligen Kiesgrube eine Landoberfläche aus einer Zeit von mehr als 50.000 Jahren erhalten geblieben.

Die Buchecker stellt den Ortsnamen in seiner Bedeutung als "Buchenhain" (abgeleitet vom dänischen bøgslund) redend dar.

Die Egge steht für die landwirtschaftliche Prägung und Tradition der Gemeinde.

Die Farben Gold und Blau symbolisieren die Zugehörigkeit zum Landesteil Schleswig, währen die Farben Gold und Grün die traditionellen Farben der Landwirtschaft verkörpern.

 

     

Gemeinde Brebel (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme des Gemeindewappens erfolgte durch Gemeinderatsbeschluß am 11. April 2005.

"In Gold unten zwischen zwei blauen Wellenbalken ein blauer Wellenfaden, oben ein grünes vierblättriges Kleeblatt mit einem aufgelegten goldenen Fadenkreuz als Blattadern."

Das Kleeblatt spiegelt die vier Ortsteile der Gemeinde wieder: Groß und Klein Brebel, Brebelholz und Loitstraße. In seiner Schlichtheit strahlt es außerdem die Harmonie zwischen den Ortsteilen aus.

Das Fadenkreuz steht für die aus Landes- und Bundesstraße gebildete Straßenkreuzung im Gemeindezentrum. Dieses "Fernverkehrskreuz" ist für die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde von großer Bedeutung. Es drückt zugleich die Offenheit der Bevölkerung nach allen Richtungen hin aus.

Die Wellenbalken im Schildfuß vertreten die das Gemeindegebiet durchfließenden und abgrenzenden Wasserläufe. es sind dies im Norden die Oxbek, in der Mitte die Schukierau und im Süden die Loiterau.

Die Farben Gold und Blau verweisen auf die Zugehörigkeit der Gemeinde zum Landesteil Schleswig. Die Farben Gold und Grün heben die Bedeutung der Landwirtschaft für den Broterwerb der Bevölkerung empor.

 

     

Amt Geltinger Bucht (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

"Von Blau und Gold schräglinks geteilt. Oben eine strahlende goldene Halbsonne, unten eine abnehmende Mondsichel, begleitet von einem achtzackigen blauen Stern."

Das Amt Geltinger Bucht wurde im Zuge der Verwaltungsstrukturreform am 01.01.2008 aus den Gemeinden der zugleich aufgelösten Ämter Gelting und Steinbergkirche gebildet. Räumlich umfaßt es damit nahezu das gesamte Gebiet der historischen Nieharde. Dieser Umstand wird durch das Figurenensemble Halbmond und Stern ausgedrückt. Es entspricht dem überlieferten Siegel der Harde von 1499. 

Die Halbsonne ist dem Wappen des früheren Amtes Gelting entnommen. Sie drückt aus, daß Gelting zwar administrativer Bestandteil der  Nieharde war, jedoch juristisch einen eigenständigen Bereich bildete. 

Die Schräglinksteilung verweist auf das frühere Amt Gelting und den Kreis Schleswig-Flensburg. 

Die Farben Blau und Gold sind die des Landesteils Schleswig und des früheren Amtes Gelting. Blau und Silber sind durch den Heimatverein Angeln als Farben der Nieharde im Landschaftswappen Angeln festgeschrieben und dadurch im Volksbewußtsein verankert.

 

     

Großziethen (Ortsteil der Gemeinde Schönefeld, Kreis Dahme-Spreewald, Brandenburg):

     

Das Wappen des Ortsteiles Großziethen wurde durch Gemeinderatsbeschluß im November 2005 angenommen.

"In Grün, gespalten durch eine eingebogene goldene Spitze, vorne und hinten je eine zur Spaltungslinie geneigte begrannte goldene Ähre, unten eine grüne Kopfweide."

Die Spitzenteilung symbolisiert die in das Stadtgebiet Berlins hineinragende Ortslage. Gleichzeitig ist die Spitze als Ausschnitt der Windrose des Schönefelder Gemeindewappen zu sehen und spiegelt somit die Zugehörigkeit zu dieser Gemeinde wieder.

Die Ähren reflektieren das früher stark landwirtschaftlich geprägte Erwerbsleben der Bevölkerung. Diese Aussage wird durch die Farbgebung in Grün und Gold unterstrichen, den traditionellen Farben der Landwirtschaft. Die Zahl der beiden Ähren steht ferner für die beiden Ortsteile Groß- und Kleinziethen, aus denen die früher eigenständige Gemeinde Großziethen hauptsächlich bestand.

Die Kopfweide lehnt sich an eine mögliche, jedoch umstrittene Ableitung des Ortsnamen vom slawischen Sit'n in der Bedeutung von Binse oder Riedgras an und verweist auf den dadurch ausgedrückten feuchten Standort.

 

     

Gemeinde Groß Nordende (Kreis Pinneberg):

     

Das Wappen der zum Amt Moorrege gehörenden Gemeinde Groß Nordende wurde durch einstimmigen Gemeinderatsbeschluß am 23. Juni 2008 angenommen. Die Wappenbeschreibung lautet:

"Von Gold und Grün durch einen rot-silbern geteilten Balken schräg geteilt. Oben ein rotes Wagenrad, unten ein silbernes Bauernhaus mit rotem Giebel, Türen und Fenstern."

Die Annahme der Gemeindeflagge erfolgte am 26. Januar 2009.

"Auf einem durch einen roten und einen weißen schmalen Streifen schrägrechts geteilten, oben gelben, unten grünen Flaggentuch die Figuren des Gemeindewappens in flaggengerechter Tinktur."

Typisch für Groß Nordende ist die Lage an einem wichtigen Verkehrsweg, einst als Ochsenweg und Heerstraße genutzt und noch heute als Bundesstraße von überregionaler Bedeutung. Dieser Verkehrsweg wird durch den rot-silbern geteilten Schrägbalken ins Bild gesetzt. Die Tingierung des Schrägbalkens symbolisiert die Zugehörigkeit der Gemeinde zum Landesteil Holstein.  

Gleichzeitig erfolgt durch den Verkehrsweg die Trennung des Gemeindegebietes in einen Marsch- und einen Geestanteil. Dies wird durch die Farbgebung in Gold (Geest) und Grün (Marsch) dargestellt. 

Das Wagenrad steht für die Anbindung der Gemeinde an den alten Verkehrsweg und den damit verknüpften wirtschaftlichen Aufschwung. 

Das Bauernhaus symbolisiert die ursprüngliche landwirtschaftliche Prägung des Ortes und repräsentiert den ortsbildprägenden Haustyp.

 

     

Gemeinde Handewitt (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Ab 01.03.2008 erloschen

 

Ab 01.03.2008 erloschen

Die Annahme des Gemeindewappens wurde durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein wurde am 17. Oktober 1988 genehmigt.

"Von Gold und Blau erhöht geteilt. In verwechselten Farben oben ein schreitender Löwe, unten sechs mit den Halmen aneinander gestellte begrannte Getreideähren, die Halme überdeckt mit einem Hufeisen, dessen Stollen nach oben gekehrt sind."

Die Annahme der Gemeindeflagge wurde durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein wurde am 24. November 1994 genehmigt.

"Auf einem, in einen schmaleren gelben Streifen oben und einen breiteren blauen Streifen unten waagerecht geteilten Flaggentuch die Figuren des Gemeindewappens in flaggengerechter Tingierung, etwas aus der Mitte zur Stange hin verschoben."

Der Löwe verdeutlicht die Zugehörigkeit zum Landesteil Schleswig und mehr noch zum ehemaligen Kreis Flensburg-Land, der bis zu seiner Aufhebung 1974 in geminderter Form das Schleswiger Wappentier im Schilde führte. Auf diese engen Bindungen weist auch die Tingierung des Wappens von Gold und Blau hin.

Die sechs Ähren symbolisieren die ehemals selbständigen Gemeinden Handewitt, Ellund, Gottrupel, Timmersiek, Haurup und Hüllerup, die sich 1974 zur heutigen Großgemeinde Handewitt zusammenschlossen. Zugleich erinnern sie an die frühere Bedeutung der Landwirtschaft für diese Orte.

Das Hufeisen drückt nicht nur die Hoffnung auf eine glückliche Zukunft der Gemeinde aus, es verweist auch auf die ehemals bedeutenden Vieh- und Pferdemärkte hin, welche hier am Rande des Ochsenweges abgehalten wurden.

 

     

Ab 01.03.2008 gültiges Wappen

 

Ab 01.03.2008 gültige Flagge

Zum 01. März 2008 schlossen sich die Gemeinden Handewitt und Jarplund-Weding zur neuen amtsfreien Gemeinde Handewitt zusammen. In seiner konstituierenden Sitzung am 24. Juni 2008 beschloß die Gemeindevertretung einstimmig die Annahme des neuen Gemeindewappen und der -flagge.

"Von Gold und Grün erhöht geteilt, oben ein schreitender blauer Löwe, unten ein aus je acht nach außen gestellten Blättern und Eicheln abwechselnd geflochtener goldener Eichenkranz"

Im neuen Gemeindewappen sind die Figuren und die Farben der erloschenen Wappen aufgegriffen und zusammengeführt worden.

Der Löwe verdeutlicht die Zugehörigkeit der Gemeinde zum Kreis Schleswig-Flensburg und mehr noch die direkte Anrainerlage zum Königreich Dänemark. er stellt eine geminderte Form des im Kreis- und dänischen Staatswappen geführten Wappentieres dar und wurde mit gleicher Bildaussage auch im Wappen der alten Gemeinde Handewitt gezeigt. Auf die Kreiszugehörigkeit weist auch die Farbgebung in Blau und Gold hin.

Der achtblättrige Eichenkranz symbolisiert die Vereinigung der acht ehemaligen Gemeinden, die die heutige Gemeinde Handewitt bilden: Ellund, Gottrupel, Handewitt, Haurup, Hüllerup, Jarplund, Timmersiek und Weding. Die Farbgebung Grün und Gold und die Figur des Eichenblattes sind dem erloschenen Wappen von Jarplund-Weding entnommen.

Die Verflechtung der einzelnen Ortsteile drückt den mit der Vereinigung erhofften Wunsch nach Stärkung der kommunalpolitischen Bedeutung und Eigenständigkeit der neuen Gemeinde aus.

 

     

Gemeinde Hasselberg (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme der Gemeindeflagge erfolgte durch Gemeinderatsbeschluß am 12. Dezember 2005.

"Auf gelbem Flaggentuch die Figuren des Gemeindewappens in flaggengerechter Tinktur."

Der Erholungsort Hasselberg/Ostsee führt seit dem 2. Februar 1988 ein Gemeindewappen. Als Autor zeichnet H. Reinhold aus Stenderupau. Das Wappen nimmt in seinem Figurenensemble Bezug auf den Gemeindenamen und auf die Lage an der Ostsee. Durch die bildliche Umsetzung des Gemeindenamens wird das Wappen zu einem "redenden".

Die Dreizahl des Fruchtstandes der Hasel bezieht sich auf die 1970 erfolgte Zusammenlegung der heutigen Ortsteile Gundelsby, Hasselberg und Schwackendorf.

     

Gemeinde Höhndorf (Kreis Plön):

     

Wappen und Flagge wurden am 27. Juni 2006 durch entsprechende Beschlüsse der Gemeindevertretung eingeführt werden. Anlaß ist die 725-Jahrfeier der Ersterwähnung des Ortsnamens.

WAPPEN: "In Silber über drei blauen Wellenbalken die rote Front eines Bauernhauses, begleitet rechts oben von einem schwarzen Wagenrad und links oben von einem schwarzen Hammer mit zwei am Stiel ausschlagenden Eicheln."

FLAGGE: "Auf weißem Flaggentuch die Figuren des Gemeindewappens in flaggengerechter Tinktur."

Die Gemeinde Höhndorf besteht aus den beiden Dörfern Höhndorf und Gödersdorf und liegt am Rande der Probstei grenznahe an der Holsteinischen Schweiz. Beide Dörfer waren stets ausgesprochene
Bauern- und Handwerksdörfer. Trotz Rückgang der Landwirtschaft wird das Ortsbild auch heute noch durch Bauernhöfe mit eindrucksvollen Frontpartien geprägt. So stellt auch die Zentralfigur des Gemeindewappens eine alte Höhndorfer Scheune dar.

Hammer und Wagenrad symbolisieren das ansässige Gewerbe und Handwerk. Die aus dem Hammerstiel ausschlagenden Eicheln stehen für die beiden Ortsteile der Gemeinde. Sie sind zugleich auch ausdruck der Bodenständigkeit.

Die drei Wellenfäden vertreten die zahlreichen Wasserläufe, die das Gemeindegebiet begrenzen.

Die Farbgebung in Blau, Silber und Rot greift die Landesfarben auf und verweist durch die Hauptfarben Silber und Rot zugleich auf die Lage im Landesteil Holstein.

 

     

Gemeinde Holt (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme des Gemeindewappens wurde durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein wurde am 21. August 1995 genehmigt.

" In Gold ein gesenkter, schräglinker, gestümmelter schwarzer Eichenast, aus dem rechts ein aus drei grünen Blättern und zwei grünen Eicheln bestehender Zweig heraustreibt."

Der Ortsname geht zurück auf das niederdeutsche Wort "Holt" für Holz im Sinne von "Wald" und wird im Wappen redend dargestellt.

Bei Feld- und Erdarbeiten treten noch heute regelmäßig fossile Mooreichenstücke zutage. Darauf nimmt die Wappenfigur in Form und Farbe Bezug.

Der austreibende Astsymbolisiert die Gemeinde als lebendiges Gemeinwesen, das, verwurzelt in der Vergangenheit, der Zukunft entgegenstrebt. Die Anzahl der Eichenblätter steht dabei für die drei Ortsteile Holt, Horsbek und Abro; die Eicheln stellen weitere Streusiedlungen im Gemeindebezirk dar.

Die gold-grüne Tingierung lehnt sich an die traditionellen Farben der Landwirtschaft an, die für die Gemeinde auch in der Gegenwart noch prägend ist.

 

     

Gemeinde Hürup (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme des Gemeindewappens erfolgte durch Gemeinderatsbeschluß am 26. Juni 2003.

"In Grün ein wachsendes mit einer grünen Lilie belegtes goldenes Kirchturmdach mit Laterne und Wetterhahn, rechts und links begleitet von je einem goldenen dreiblättrigen Kleeblatt."

Der filigrane Turmspitz der Hüruper Kirche, architektonisch als Laterne bezeichnet, symbolisiert die jahrhundertelange Tradition als Kirchspielort. Die aufgelegte Lilie steht als Symbol der jungfräulichen Reinheit der Mutter Gottes und weist daraufhin, daß die Hüruper Kirche eine Marienkirche ist.

Das angedeutete Dach mit dem aufgesetzten Turmspitz gibt einen Hinweis auf den Ortsnamen Hürup im Sinne des "höher gelegenen Dorfes".

Die beiden Kleeblätter stehen für die beiden Ortsteile Hürup und Weseby. In Verbindung mit der gold-grünen Tingierung erinnern sie an die Bedeutung der Landwirtschaft für die Ortsentwicklung.

 

     

Gemeinde Janneby (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme des Gemeindewappens wurde durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein wurde am 7. September 2001 genehmigt.

"Unter einem schmalen, viermal gespaltenen rot-silbernen Schildhaupt von Gold und Grün schräglinks im Wellenschnitt geteilt. Darin oben ein schräglinks gestelltes grünes Eichenblatt mit zwei Eicheln, unten eine goldene Sumpfdotterblüte."

Die Annahme der Gemeindeflagge erfolgte durch Gemeinderatsbeschluß am 26.11.2003.

"Auf dem schrägrechts im Wellenschnitt geteiltem gelb-grünem Flaggentuch die Figuren des Gemeindewappens in flaggengerechter Tinktur."

Das mehrfach rot-silbern gespaltene Schildhaupt stellt einen Schlagbaum dar. Damit wird an die mittelalterliche Zollstation zur Entrichtung des Wegezolls an der Chaussee Flensburg-Husum im Bereich des Ortsteils Süderzollhaus erinnert.

Durch Teilung des Wappens in Gold und Grün wird auf die naturräumliche Teilung der Gemarkung in einen Geestrückenanteil und einen Niederungsanteil hingewiesen. Der Eichenzweig symbolisiert die typischen Eichenkratts des Geestrückens, wobei die beiden Eicheln die Ortsteile Janneby und Jannebyfeld darstellen. Die Sumpfdotterblüte ist Symbol für die Niederungen des Jannebyer Moors.

Die Farbkombination Gold und Grün  spiegelt zugleich die Landwirtschaft geprägte dörfliche Entwicklung wieder.

 

     

Gemeinde Jardelund (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme des Gemeindewappens erfolgte durch Gemeinderatsbeschluß am 16. Dezember 2002.

"In Gold gekoppelt mit vier schmalen Schragen ein großes grünes Quadrat, darin schräggekreuzt ein goldener Dingstock und ein goldener Torfspaten."

Die zentrale Wappenfigur, das grüne Quadrat auf einem grünen Andreaskreuz verkörpert den Grundriß des Dorfes. Es ist festungsartig mit Wällen umgeben, nur an den vier Ecken befinden sich Durchbrüche. Diese wurden nachts verschlossen. Von den Durchbrüchen führten Verbindungswege zu den Nachbarorten.

Der sogenannte Dingstock aus dem Jahre 1756 steht für die bäuerliche Lebensgemeinschaft im Dorf. Mit ihm wurden früher Dorfversammlungen einberufen.

Der Torfspaten erinnert daran, daß der Torfabbau jahrhundertelang eine wichtige Einnahmequelle der Ortsbewohner war. Heute bildet das Jardelunder Moor zusammen mit dem dänischen Frösleer Moor ein grenzübergreifendes, 400 Hektar großes Naturschutzgebiet.

Die Farben Gold und Grün symbolisieren die traditionellen Farben der Landwirtschaft.

 

     

Gemeinde Jarplund-Weding (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Ab 01.03.2008 erloschen infolge Fusion mit der Gemeinde Handewitt

 

Ab 01.03.2008 erloschen infolge Fusion mit der Gemeinde Handewitt

Die Annahme des Gemeindewappens wurde durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein wurde am 26. April 1994 genehmigt.

"In Gold ein grüner Torfspaten, aus dessen Schaftmitte beiderseits ein grüner Eichenzweig, bestehend aus jeweils einer Eichel zwischen zwei Blättern ausschlägt."

Die Annahme der Gemeindeflagge wurde durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein wurde 1997 genehmigt. 

Der Ortsname Jarplund gibt in seiner zweiten Silbe einen Hinweis auf die ehemalige Bewaldung des Gemeindegebietes ("lund", dänisch für Hain oder Gehölz). Weding weist dagegen auf feuchtes oder sumpfiges Gelände hin ("våd", dänisch für naß, feucht). Beide Ortsteile liegen am Jarplunder Moor. Der historische Torfabbau war eine wesentliche Existenzgrundlage der Einwohner beider Ortschaften neben der Landwirtschaft. 1973 entstand die heutige Gemeinde aus der Zusammenlegung der ehemals eigenständigen Kommunen Jarplund und Weding.

Der Torfspaten verweist auf den Torfabbau und gibt zugleich einen Hinweis auf die Bedeutung des Namens Weding. Die Eichenzweige verkörpern die beiden Ortsteile und verweisen auf den Ortsnamen Jarplund. Das Ausschlagen der Zweige aus einem gemeinsamen Stamm versinnbildlicht die Verbundenheit der Ortsteile untereinander.

"Die organische Verbindung [der Eichenzweige] mit dem Torfspaten stellt zugleich den Versuch dar, ein ebenso charakteristisches wie unverwechselbares Zeichen in die Gemeindeheraldik einzuführen." (Archivdirektor Dr. Martin Reißmann in: Die Wappen der Kreise, Ämter, Städte und Gemeinden in Schleswig-Holstein, Husum 1997)

 

     

Gemeinde Jerrishoe (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme des Gemeindewappens wurde durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein wurde am 17. Mai 1990 genehmigt.

"Von Blau und Gold schräglinks geteilt. Oben ein linksgewendeter silberner Amboß, unten ein aus vier Blättern und einem Fruchtstand bestehender grüner Eichenzweig."

Die Annahme der Gemeindeflagge wurde durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein wurde am 24. August 1991 genehmigt.

"Auf schräglinks geteiltem, vorn blauem, hinten gelbem Flaggentuch die Figuren des Gemeindewappens in flaggengerechter Tingierung."

Funde weisen nach, daß in der Gegend von Jerrishoe in der Frühzeit in größerem Umfang Eisenerz aus Raseneisenstein gewonnen wurde. Teilweise erfolgte auch eine Verarbeitung an Ort und Stelle. Einer mündlich überlieferten Sage zufolge soll das Schwert Siegfrieds aus Jerrishoer Eisen geschmiedet worden sein. Diesem Umstand trägt der Amboß im Gemeindewappen Rechnung.

Zur Beheizung der Schmelzöfen wurde Holz aus den großen Eichenwäldern der Umgebung benutzt. Der Eichenzweig in der unteren Wappenhälfte steht für diese Aussage.

Die Schildfarben Gold und Blau zeigen die Zugehörigkeit der Gemeinde zum Landesteil Schleswig an. Die Farben Gold und Grün verweisen auf die landwirtschaftliche Prägung.

 

     

Ketterschwang (Ortsteil der Gemeinde Germaringen, Kreis Ostallgäu, Bayern):

     

Das "Ortsteilwappen" wurde im April 2007 vom Feuerwehrverein der Freiwilligen Feuerwehr Ketterschwang als Vereinsabzeichen gestiftet. Die Registrierung erfolgte unter der Nummer 2386-08/07 in der Wappenrolle der Heraldischen Gesellschaft e.V. "Der Wappen-Löwe". Die Verwendung und Führung des Wappens richtet sich nach der Satzung des Feuerwehrvereins.

"In Silber über einem abgeflachten grünen Dreiberg mit goldenem Sensenblatt durch eine gesenkte eingeschweifte Spitze von Blau und Rot gespalten; vorne eine silberne Jakobsmuschel, hinten ein silberner römischer Legionärshelm."

Ketterschwang – heute ein Ortsteil der Gemeinde Germaringen – wurde urkundlich erstmals 1235 als Kathiriciswanc in der Bedeutung als „Grasland oder Wiesenfeld des Katurich“ erwähnt. Die landwirtschaftliche Prägung  des Ortes hat sich bis in die heutige Zeit erhalten. Der grüne Dreiberg mit aufgelegtem Sensenblatt versucht den Ortsnamen redend ins Bild zu stellen. Die Farben Grün und Gold sind die traditionellen Farben der Landwirtschaft. 

Die Jakobsmuschel gilt als Attribut des Apostels Jakobus des Älteren. Er ist Schutzpatron der Ketterschwanger Pfarrkirche.  

Der römische Legionärshelm verkörpert ein bronzenes Fundstück aus der Römerzeit, das sogenannte „Ketterschwanger Tropaion“. Es befindet sich heute in der Archäologischen Staatssammlung in München. Als Tropaion werden römische Siegeszeichen bezeichnet, die an den Orten errichtet wurden, an denen der Gegner die Flucht ergriff. Das Kettenschwanger Tropaion stammt aus der Zeit des 1. bis 2. Jh. nach Christus. 

Die Farbgebung in Rot und Silber soll die Zugehörigkeit zur heutigen Gemeinde Germaringen verdeutlichen. Zugleich erinnert sie aber auch an die frühere Zugehörigkeit des Ortes zu den Ländereien des Klosters Irsee. Die Feldfarbe Blau steht für den früher im Allgäu so stark verbreiteten Flachsanbau, daß vom „blauen Allgäu“ gesprochen wurde.

 

     

Gemeinde Ladelund (Kreis Nordfriesland):

     

Die Annahme der Gemeindeflagge erfolgte durch Gemeinderatsbeschluß am 27. Mai 2004

" Auf gelbem Flaggentuch die Figuren des Gemeindewappens in flaggengerechter Tinktur."

Die nordfriesische Gemeinde Ladelund führt bereits seit 1966 ein Gemeindewappen (Autor: W. H. Lippert, Brunsbüttel).

Der Ortsname ist dänischen Ursprungs, zusammengesetzt aus den Worten "lade" in der Bedeutung von "Scheune" und "lund" gleichbedeutend mit "Wald". Der Eichenzweig ist demzufolge als bildliche Umsetzung des Ortsnamens zu verstehen..

In der Feldmark sind aus Mergelkuhlen drei Seen entstanden, die im Wappen von den drei Wellenfäden repräsentiert werden. Das Kleeblatt sowie die Flaggentuchfarbe Gelb deuten auf die bäuerliche Nutzung der Dorfflur hin.

Der rote Göpel ist im Hinblick auf den Ortsnamen die stilisierte Wiedergabe eines Scheunengiebels.

Die Tingierung des Wappens und der Flagge in den Farben Rot, Blau und Gold (sogenannte Friesenfarben) macht deutlich, daß die Gemeinde in der Landschaft Nordfriesland gelegen ist.

 

     
Gemeinde Langstedt (Kreis Schleswig-Flensburg):      

Die Annahme der gemeindeeigenen Flagge erfolgte durch Gemeinderatsbeschluß und ist seit dem 03.12.2009 in der schleswig-holsteinischen Kommunalen Wappenrolle registriert.

" Auf gelbem Flaggentuch die Figuren des Gemeindewappens in flaggengerechter Tinktur."

Bereits seit 1988 wird ein Gemeindewappen geführt (Autor: Hans-Udo Hesse, Schnarup-Thumby)

Die aus einem Bürgerwettbewerb hervorgegangene Idee des Gemeindewappens von Langstedt vereinigt mit Maueranker und Ulmenblatt einfache Gegenstände aus dem unmittelbaren Erfahrungsbereich der Ortsbewohner. Wegen ihrer Einfachheit sind die Figuren aber auch hintergründigerer Deutung zugänglich und lassen deshalb einen tieferen Sinngehalt erkennen. Die Blätter weisen zunächst auf den reichen Ulmenbestand im Ortsbild hin, sodann auf die Einbindung des Menschen in den Naturhaushalt und deshalb auf die Notwendigkeit eines sorgsamen Umgangs mit der Natur. Der einem Privathaus von 1910 entnommene, aber von einem älteren Gebäude stammende Maueranker belegt die Tatsache, daß in Langstedt seit vielen Jahrhunderten Menschen mit Haus und Hof ansässig sind. Wie das Haus durch den Maueranker als Bindeglied waren sie durch die Klammer mitmenschlicher Solidarität in der dörflichen Wohn- und Lebensgemeinschaft eng miteinander verbunden. Als Sinnzeichen, das Verbindung andeutet, verknüpft der Maueranker schließlich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Ortes.

 

     

Lengenfeld (Ortsteil der Gemeinde Oberostendorf, Kreis Ostallgäu, Bayern):

     

Das Wappen des Ortsteiles Lengenfeld wurde im August 2005 vom Heimat- und Brauchtumsverein Lengenfeld gestiftet. Die Registrierung erfolgte unter der Nummer 2328-07/05 in der Wappenrolle der Heraldischen Gesellschaft e.V. "Der Wappen-Löwe". Seine Verwendung und Führung richtet sich nach der Satzung dieses Vereines.

" In Rot zwischen zwei schmalen silbernen Keilen zur oberen Schildrandmitte eine silberne gold-verzierte, mit roten Edelsteinen belegte und silbern bebänderte an den Enden mit je einem roten Kreuz belegte Mitra, vorne ein silbernes Hifthorn mit goldener Fessel, hinten eine silberne Egge."

Die Keile stellen in redender Weise den Ortsnamen Lengenfeld in seiner Bedeutung als "langes Feld" dar. Sie sollen dem Betrachter zwei Ackerfurchen eines langen Feldes vorstellen, welche am Horizont zusammenlaufen.

Die Egge symbolisiert die bäuerliche Prägung des Ortes.

Das Hifthorn verweist auf erste urkundliche Erwähnung des Ortes 1059 als Grenzbannortes des Augsburger Wildbannes.

Die Farbgebung in Rot-Silber und die Mitra spiegeln die enge jahrhundertelange Verflechtung der Ortsgeschichte mit dem Hochstift Augsburg wider. Die Mitra erinnert gleichzeitig aber auch an zwischenzeitliche Zugehörigkeiten zum Kloster St. Mang in Füssen und zum Kloster Steingaden. Letztendlich ist sie auch als Attribut des Schutzpatrons der Pfarrkirche Sankt Nikolaus zu sehen, der Bischof in Myra war.

 

     

Gemeinde Lindewitt (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme der Gemeindeflagge wurde durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein wurde am 25. Mai 2000 genehmigt.

"Auf einem durch Wellenschnitt geteilten, oben weißen, unten grünen Flaggentuch die Figuren des Gemeindewappens in verwechselter Tinktur."

Die Wappenführung der Gemeinde Lindewitt wurde bereits am 11. Juli 1989 genehmigt (Autor: U. Nagel, Börmermühle).

Der Ortsname setzt sich aus dem deutschen Baumname Linde und dem dänischen Wort für Wald zusammen. Für diese Bedeutung als "Lindenwald" steht das Lindenblatt. Die Fünfzahl der Früchte spiegelt die ehemaligen Gemeinden Kleinwiehe, Lindewitt-Lüngerau, Linnau, Riesbriek und Sillerup wieder, die sich 1974 zur heutigen Gemeinde Lindewitt zusammenschlossen.

Der Wellenschnitt vertritt die das Gemeindegebiet durchfließenden Wasserläufe Linnau und Rodau. Hierfür steht auch die weiße Tuchfarbe.

Das Wagenrad versinnbildlicht in Verbindung mit der grünen Tinktur die andauernde Bedeutung der Landwirtschaft für die Gemeinde.

 

     

Gemeinde Loit (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme des Gemeindewappens wurde durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein wurde am 10. Juni 2002 genehmigt.

"Von Gold und Grün schräglinks geteilt, oben ein blauer Wellenbalken mit blauem Waschzuber, unten zwei geöffnete goldene Rapsblüten."

Der aus dem Dänischen stammende Ortsnamen Løgh kann im Sinne von (Wasch)Wasser gedeutet werden. Waschzuber und Wellenbalken versuchen, dies redend darzustellen. Zugleich symbolisiert der Wellenbalken auch die Loiter Au, die am westlichen Rand des Gemeindegebietes fließt.

Die beiden Rapsblüten stehen für die beiden Ortsteile der Gemeinde, Loit und Muschau. Sie geben aber auch einen Hinweis auf die starke landwirtschaftliche Prägung. Diese Aussage wird durch die Verwendung der Traditionsfarben der Landwirtschaft Gold und Grün unterstrichen.

Die Farben Gold und Blau beziehen sich auf die Zugehörigkeit zum Landesteil Schleswig.

Die Schräglinksteilung symbolisiert den durch beide Ortsteile führenden Verlauf der Bundesstraße B 201.

 

     

Gemeinde Maasbüll (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme des Gemeindewappens erfolgte durch Gemeinderatsbeschluß am 22.06.2006.

"Über schwarzem Sturzgiebelschildfuß - darüber ein aufliegendes grünes Wagenrad - von Grün und Gold durch ein Flammenschwert in verwechselten Farben schräg links geteilt. Oben rechts eine goldene, unten links eine grüne Ähre."

Der Sturzgiebelschildfuß verkörpert das Moorgebiet in der Gemeinde. Das Heroldsbild empfindet den terassenförmigen Torfabstich nach, der früher für die Versorgung der Bevölkerung mit Heizmaterial von großer Bedeutung war.

Das schräggestellte Flammenschwert ist das Attribut des Erzengel Michael. Es verweist auf die ihm geweihte Kirche im Ortsteil Rüllschau, die den Mittelpunkt eines der kleinsten Kirchengemeinden Angelns bildet.

Die beiden Weizenähren erinnern in Verbindung mit den Schildfarben Grün und Gold an die frühere Bedeutung der Landwirtschaft für den Broterwerb der Bevölkerung. Gleichzeitig stehen sie aber auch für die beiden Ortsteile Rüllschau und Maasbüll.

Das Wagenrad verweist auf den historischen Krug "Kerum". Krüge waren früher Raststätten für Fuhrleute und Reisende und trugen viel zur Entwicklung der anliegenden Gemeinden bei. Heute ist der Krug unter dem Namen "Landgasthof Neukrug" im Besitz der Gemeinde und dient der Bevölkerung als kultureller und geselliger Treffpunkt.

 

     

Gemeinde Medelby (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme des Gemeindewappens wurde durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein wurde am 21. April 1992 genehmigt.

"In Grün eine gesenkte, eingebogene, gestürzte goldene Spitze, darin ein grüner Erlenzweig; vorn ein gleichschenkliges, schwebendes, geschliffenes goldenes Kreuz, hinten das schräggestellte goldene Flügelkreuz einer Windmühle."

Die Annahme der Gemeindeflagge wurde durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein wurde am 9. Mai 1995 genehmigt.

Medelby liegt am östlichen Rand der ehemaligen Karrharde, welche in ihrem mittelalterlichen Siegel kugelförmige Laubbäume führte. Im Medelbyer Wappen sind diese Laubbäume als Erle konkretisiert, da Karrharde "Moor-" oder "Sumpfharde" bedeutet und die Erle feuchte Standorte bevorzugt. In der Gemarkung der Gemeinde Medelby ist sie weit verbreitet.

Das Kreuz bezieht sich auf die Tradition Medelbys als Kirchspielort seit Erbauung der Kirche um 1200.

Das Flügelkreuz verweist auf die Ende des 19. Jahrhundert gebaute Windmühle, die neben dem Getreidesilo und der Kirche die Silhouette des Ortes bestimmt.

Durch die Farbgebung des Wappens soll die bis heute anhaltende Prägung der Gemeinde durch die Landwirtschaft zum Ausdruck gebracht werden. Grün repräsentiert die Koppeln, auf denen Viehwirtschaft betrieben wird, Gold die Getreidefelder.

 

     

Gemeinde Norderbrarup (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme erfolgte durch Gemeinderatsbeschluß am 14.12.2006.

" Im oben rechts mit einem goldenen Hufeisen, oben links mit einer goldenen Urne belegten, blauen Schild eine erhöhte und abgeflachte Wellenspitze nach Art eines barocken Giebels, darin unten ein blauer Glockenturm, belegt mit einer goldenen Glocke."

Die Wappenteilung stellt das Oberteil eines "Margarethenschrankes" dar. Der Margarethenschrank ist Gegenstand einer Stiftung, die der Bauer Johannes Adolf Jakobsen, dem Wunsch seiner früh verstorbenen Tochter Margarethe entsprechend, ins Leben rief. Diese Margarethenspende, ein Schrank, der Krankenpflegeartikel enthält, geht auf das Jahr 1895 zurück. Von Norderbrarup ausgehend verbreitete sich der Gedanke der Margarethenspende über ganz Angeln, in Schleswig-Holstein und über seine Grenzen hinaus. Seither ist der Margarethenschrank traditionelles Kernstück vieler Diakoniestationen.

Zentralfigur ist der alleinstehende Glockenturm der St.-Marien-Kirche. Es handelt sich um den ältesten hölzernen Glockenturm Angelns. Sein Gebälk stammt aus dem 13. Jh.

Begleitfiguren sind Hufeisen und Urne. Das Hufeisen erinnert an die Zucht der Pferderasse "Schleswiger Kaltblut". Norderbrarup war eine von insgesamt drei Zuchtstationen im Bereich Angelns. Das Jahr 1975 markiert das Ende des Zuchtbetriebes. Die Urne steht für den germanischen Urnenfriedhof, dessen ältesten Funde in die letzten Jahrhunderte vor Christi Geburt datiert werden können. Das Besondere der Anlage ist jedoch, daß es sich hier offensichtlich um einen der wenigen Frauenfriedhöfe Angelns handelt.

Die Farbgebung in Blau und Gold verweist auf die Zugehörigkeit der Gemeinde zum Landesteil Schleswig.

 

     

Gemeinde Nübel (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme der Gemeindeflagge wurde durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein wurde am 11. Januar 1989 genehmigt.

" Auf gelbem Flaggentuch über den vom vorderen bis zum hinteren Tuchrand durchgehenden blauen Wellen der blaue Baum des Gemeindewappens, deutlich aus der Mitte zur Stange hin verschoben."

Die Genehmigung zur Wappenführung wurde der Gemeinde bereits 1985 erteilt (Autor: H. Bach, Brekling).

Die beherrschende Figur des Eichbaumes weist auf die Zugehörigkeit des Kirchspielortes zur historischen Struxdorfharde hin. Im Siegel dieser Harde findet sich eine Eiche dargestellt. Die drei großen Äste verkörpern die Ortsteile Nübel, Brekling und Berend, die sich 1974 zu einer Gemeinde zusammen geschlossen haben.

Die Wellen im unteren Teil geben den Langsee wieder, der das Gemeindegebiet im Norden begrenzt.

Die Farben Gold und Blau entsprechen denen des Landesteils Schleswig.

 

     

Gemeinde Osterby (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme des Gemeindewappens wurde durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein wurde am 2. September 1996 genehmigt.

"In Gold über einer roten Ziegelmauer im Schildfuß ein grüner Eichenzweig, bestehend aus zwei Blättern, die eine silberne Eichel einschließen."

Die Annahme der Gemeindeflagge wurde durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein wurde im Januar 1999 genehmigt.

Bis heute ist die Landwirtschaft für die Entwicklung der Gemeinde Osterby von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung geblieben. Auf den Wert dieses Wirtschaftszweiges in Vergangenheit und Gegenwart bezieht sich die Farbgebung in Gold und Grün.

Daneben beherbergte das Dorf bereits in der Mitte des 19. Jh. als Beispiel eine Ziegelei, welches hier im sandigen Geestrücken ein ungewöhnlicher Standort ist. Auf diese Seltenheit weist die Ziegelmauer im Schildfuß hin.

Der Eichenzweig vertritt zwei Gehölze in der sonst waldarmen Gemarkung. Es handelt sich einmal um das Naturschutzgebiet "Lundtop", zum anderen um ein Landschaftsschutzgebiet, welches im Volksmund "Süderschrupp" genannt wird. Sie werden im Wappen durch jeweils ein Eichenblatt vorgestellt.

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Gemeinde Rastorf (Kreis Plön):

     

Die Annahme des Gemeindewappens und der Gemeindeflagge erfolgte durch Gemeinderatsbeschluß am 27. April 2005.

WAPPEN: "Im oben rechts mit einer roten, oben links mit einer silbernen Rapsblüte belegten, silbern-rot gespaltenen Schild eine abgeflachte Wellenspitze nach Art eines barocken Giebels, darin unter einer Rapsblüte die Rastorfer Seebrücke, alles in verwechselten Farben."

FLAGGE: "Auf dem in zum Schild in verwechselten Farben quadrierten Flaggentuch das Gemeindewappen in flaggengerechter Tinktur."

Im Wappen der Gemeinde Rastorf spiegeln sich historische Bezüge, die naturräumlichen Schönheiten und der Haupterwerb der Bevölkerung wider.

Die Brücke stellt die denkmalgeschützte Rastorfer Seebrücke dar, welche die Schwentine überspannt.

Der Giebelschnitt weist auf die markanten spätbarocken Giebel der Gutsanlage Rastorf hin. Sie wurde von Dallin, dem Hofbaumeister der Fürstbischöfe von Lübeck erbaut.

Die Rapsblüten verweisen darauf, daß der Haupterwerb der Rastorfer die ortsprägende Landwirtschaft ist. Zugleich stehen sie für die Anzahl der Ortsteile, die die heutige Gemeinde bilden: Rosenfeld, Rastorfer Passau und Wildenhorst.

Das Gebiet der heutigen Gemeinde gehörte jahrhundertelang zu den Besitzungen der Grafen zu Rantzau. Daran knüpft die Schildspaltung in Rot und Silber an, die dem Stammwappen des Geschlechtes zu Rantzau entlehnt wurde. Zugleich weist diese Farbgebung auf die Lage der Gemeinde im Landesteil Holstein hin

 

     

Schwäbishofen (Ortsteil der Gemeinde Germaringen, Kreis Ostallgäu, Bayern):

     

Das "Ortsteilwappen" wurde im April 2007 vom Feuerwehrverein der Freiwilligen Feuerwehr Ketterschwang als Vereinsabzeichen gestiftet. Die Registrierung erfolgte unter der Nummer 2387-08/07 in der Wappenrolle der Heraldischen Gesellschaft e.V. "Der Wappen-Löwe". Die Verwendung und Führung des Wappens richtet sich nach der Satzung des Feuerwehrvereins.

"Durch eine goldene Schmiedezange von Rot und Blau schräggeviert; in 1 ein silberner Lindenreis mit Fruchtstand, in 2 eine silberne Hopfenranke mit Fruchtstand, in 3 ein silbernes Schwert schräglinks gekreuzt mit einem silbernen Vogtstab, in 4 eine silberne, goldgesäumte Bischofsmütze mit aufgelegtem roten Anker."

Schwäbishofen – heute ein Ortsteil der Gemeinde Germaringen – wurde urkundlich erstmals im Jahre 1302 als Schwäblinshofen  erwähnt. Der Weiler bestand ursprünglich aus 4 Höfen. An diese vier Höfe erinnert die Vierteilung des Wappenschildes. Die Schrägvierung des Schildes wird durch eine Schmiedezange ausgeführt. Sie symbolisiert die Schmiedegerechtigkeit des Weilers Schwäbishofen. 

Der Lindenreis bezieht sich auf die ortsbildprägende Friedenslinde aus dem Jahre 1871. 

Die Hopfenranke erinnert an das seit 1302 urkundlich erwähnte Braurecht im „nideren Hof“, dem heutigen Bräubauernhof.  

Das Schwert symbolisiert das seit 1625 beurkundete Richteramt für den Besitzer des Schillerhofes. Der Vogtstab steht für das seit 1366 ausgeübte Vogtamt durch den Besitzer des Widdumhofes  

Das dem heiligen Nikolaus von Myra geweihte Kirchlein wurde in den Jahren 1720-1735 neu gebaut und gilt als kleinste Kirche der Diözese Augsburg. Nikolaus wird u. a. als Schutzpatron der Seeleute verehrt. Darauf und auf seinen Status als Bischof verweist die Mitra mit aufgelegtem Anker. 

Die Farben Rot und Blau sind die Farben von Kempten. Sie erinnern an die ursprüngliche  Zugehörigkeit zum Kloster Stöttwang, dessen Besitzungen später dem Kloster Kempten übereignet wurden. Die Farbgebung in Rot und Silber soll die Zugehörigkeit zur heutigen Gemeinde Germaringen verdeutlichen.

 

     

Gemeinde Sieverstedt (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme des Gemeindewappens erfolgte durch Gemeinderatsbeschluß am 13. November 2002.

"Von Blau und Grün durch einen schmalen goldenen Wellenbalken gesenkt geteilt. Oben ein goldenes Steingrab aus drei Tragsteinen und einem Deckenstein, belegt mit einer roten Mitra. In den Oberecken rechts von einem kleinen goldenen Amboß, links von einem kleinen goldenen Schlüssel begleitet."

Die Annahme der Gemeindeflagge erfolgte durch Gemeinderatsbeschluß im Dezember 2002.

"Auf einem durch einen schmalen gewellten gelben Streifen gesenkt geteiltem blau-grünen Flaggentuch die Figuren des Gemeindewappens in flaggengerechter Tinktur, jedoch der Amboß ins Liek und der Schlüssel ins fliegende Ende versetzt."

Zentralfigur des Gemeindewappens ist der goldene Poppostein, einem Steingrab im Ortsteil Stenderup. Die drei Tragsteine verkörpern hierbei die drei ehemals selbständigen Gemeinden Sieverstedt, Stenderup und Süderschmedeby, die seit 1971 die heutige Großgemeinde Sieverstedt, dargestellt durch den Deckenstein, bilden. Die Mitra verdeutlicht, daß es sich bei dem Steingrab um die Wirkungsstätte des Bischofs Poppo handelt. Der Überlieferung zufolge taufte er hier den Dänenkönig Harald Blauzahn.

Der Amboß steht redend für den Ortsteil Süderschmedeby im Sinne von "Süderschmiededorf". Der Schlüssel als Attribut des Apostel Petrus verkörpert die Sieverstedter Petrikirche.

Die Farben Gold und Blau zeigen die Zugehörigkeit zum Landesteil Schleswig an. Die gold-grüne Tingierung symbolisiert die landwirtschaftliche Prägung und Tradition der Großgemeinde. Der Wellenbalken stellt die Bollingstedter Au dar, die das gesamte Gemeindegebiet durchfließt.

 

     

Gemeinde Sollerup (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme des Gemeindewappens erfolgte durch Gemeinderatsbeschluß am 20. Februar 2004.

"In Grün eine gesenkte goldene Wellendeichsel, bedeckt mit einem sechsmal von Silber und Rot gespaltenen gesenkten Bogenbalken zum Schildhaupt, darüber ein aufrechtes goldenes Schwert, überdeckt von einem goldenen Mühlrad."

Die Wellendeichsel symbolisiert die Mündung der Jerrisbek in die Treene. Diese natürliche Deichsel erwies sich am 12. August 1410 für ein plündernd durch die Lande ziehendes dänisches Her als tödliche Falle. Die Schauenburger stellten die Dänen hier auf der Solleruper Heide und rieben sie völlig auf. Das Schwert soll an diese Schlacht erinnern.

Das Mühlrad vertritt die Wassermühle im Ortsteil Sollerup-Mühle, deren Existenz bereits um 1500 urkundlich erwähnt wird.

Der silbern-rot gestückte Bogenbalken stellt redend den historischen Treeneübergang im Ortsteil Sollbrück dar. Obwohl eine Zollstation nicht überliefert ist, wurde hier Brückenzoll erhoben.

Die Farbgebung in Grün und Gold symbolisiert die landwirtschaftliche Tradition und Prägung der Gemeinde Sollerup.

 

     

Gemeinde Steinbergkirche (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme der Gemeindeflagge wurde durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein wurde am 23. August 1991 genehmigt.

"Inmitten eines gelben Flaggentuches das Gemeindewappen in flaggengerechter Tingierung."

Bereits 10 Jahre zuvor, am 6. Oktober 1981, hat die Gemeinde die Genehmigung zur Führung eines Gemeindewappens (Autor: H. Reinhold, Stenderupfeld) erhalten.

Die Zentralfigur des Gemeindewappens ist das Andreaskreuz. Damit wird die Kreuzung einer Landstraße mit einer Bundesstraße im Ortsteil Bredegatt bezeichnet, welche für die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde im Tourismussektor von hoher Bedeutung ist. Die Nähe zur Ostsee und speziell der Flensburger Förde wird durch die Farbe Blau dokumentiert. Zusätzlich weist das Kreuz auf die um 1200 errichtete Feldsteinkirche hin.

Die Orte Gintoft, Hattlund, Westerholm und Steinbergkirche schlossen sich 1970 zur heutigen Gemeinde zusammen. Bis 1963 hieß der Ortsteil Steinbergkirche Bredegatt. Allen Ortsteilen gehörten zur historischen Nieharde, in deren Siegel Mond und Stern zu sehen ist. Diese historische Verbindung wird im Wappen ebenfalls dokumentiert.

Die dominierenden Farben Gold und Blau sind diejenigen des Landesteils Schleswig.

 

     
Gemeinde Störkathen (Kreis Steinburg):      

Die Annahme des Gemeindewappens erfolgte durch Gemeinderatsbeschluß am 16. Februar 2010.

"Über blauem Wellenschildfuß, darin ein silberner Stör, in Silber eine rote Kate."

Die natürlich gewachsene Gemeinde liegt an der Stör in landschaftlich reizvoller Lage. Der landwirtschaftlich strukturierte Ort bestand ursprünglich aus Fischerkaten, die der Ansiedlung den Namen gaben. Das Wappen setzt den Gemeindenamen "redend" ins Bild.

Der Wellenschnitt verdeutlicht die Lage an der Stör, wobei der Flußname durch die Darstellung des gleichnamigen Fisches näher bestimmt wird. Die Fischerkate im oberen Wappenteil steht für den zweiten Namensbestandteil.

Die Farbgebung orientiert sich an den Farben des Landes Schleswig-Holstein.

 

     

Gemeinde Tastrup (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme der Gemeindeflagge erfolgte durch Gemeinderatsbeschluß am 16. März 2009.

"Von einer gestürzten eingebogenen Spitze gesenkt geteilt, oben in Gold ein schwarzes Bahnhof-Empfangsgebäude, unten in Blau zwei auswärts weisende silberne Buchenblätter."

Tastrup wird erstmals 1423 in Schriften des Königreiches Dänemark als "Taestorpe" (Dorf des Tosti) erwähnt und war durch die Jahrhunderte landwirtschaftlich geprägt. Als Haufendorf entwickelte es sich trotz der Nähe zur Stadt Flensburg nur behutsam. Ein wirtschaftlicher Aufschwung setzte um 1900 mit dem Bau der Kleinbahnstrecke Flensburg-Satrup ein, die in Tastrup einen Bahnhof unterhielt. Nach der Stilllegung der Strecke im Jahre 1938 wurde das Stationsgebäude durch die Gemeinde übernommen. Heute ist es als Gasthof "Tastrup Krog" verpachtet und bietet ausreichend Räumlichkeiten für das vielfältige kulturelle Dorf leben. Im Wappen wird der mittlere Teil der Gebäudevorderfront dargestellt. Die beiden Buchenblätter weisen darauf hin, dass Buchen die vorherrschende Baumart in der knickreichen Gemarkung sind. Die Aufteilung des Schildes in drei Felder ist den drei Ortsteilen Kleintastrup, Tastrupfeid und Tastrup-Dorf gewidmet, die die heutige Gemeinde bilden. Die Farbgebung in Blau und Gold orientiert sich an den Farben des Kreises Schleswig-Flensburg.

 

     

Gemeinde Wanderup (Kreis Schleswig-Flensburg):

     

Die Annahme der Gemeindeflagge erfolgte durch Gemeinderatsbeschluß am 19. Oktober 2004.

"Auf einem grün-gelb geteilten Flaggentuch das Gemeindewappen in flaggengerechter Tingierung."

Die Wappenführung wurde am 22. Oktober 1964 durch das Innenministerium genehmigt. Es entstand aus einem Bildsiegel, welches die britische Militärregierung 1946 genehmigt hatte (Autor: W. H. Lippert, Brunsbüttel).

Die Gemeinde entwickelte sich im 20. Jh. zu einem der Zentren der "Schwarzbunten-Zucht" in Schleswig-Holstein. Diese Rinderrasse zeichnet sich durch eine hohe Milchleistung aus und belebt die sommerliche Agrarlandschaft. Darauf weist die lebhaft gezeichnete Kuh im Wappen hin.

Das im Ort besonders gepflegte landwirtschaftliche Genossenschaftswesen und die gute innerörtliche Zusammenarbeit von Amt, Genossenschaft und Verbänden wird durch die Kette versinnbildlicht.

Die ausschließliche agrarwirtschaftliche Prägung der Gemeinde wird durch die Farben Gold und Grün nochmals hervorgehoben.

 

     
Gemeinde Weesby (Kreis Schleswig-Flensburg):      

Die Annahme des Gemeindewappens wurde durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein wurde am 1. September 1993 genehmigt.

"In Grün unter drei goldenen Erlenblättern nebeneinander ein silberner Amboß."

Weesby liegt im östlichen Teil der historischen Karrharde und gehört zum Kirchspiel Medelby. In Anerkennung der Tatsache, daß im Medelbyer Wappen die Laubbäume der Karrharde als Erlen konkretisiert wurden, hat die Gemeinde diese Wiedergabeform übernommen. Der Ortsname ist dänischer Herkunft und bedeutet "Dorf im Sumpf". So ist also die Darstellung der Erlenblätter im Wappen in jeder Hinsicht sinnvoll. Die drei Blätter verweisen auf die drei Ortsteile Bögelhuus, Weesbydamm und Weesbyfeld.

Der Amboß erinnert an die alte Dorfschmiede, die für den gesamten ländlich strukturierten Einzugsbereich der Gemeinde eine wichtige Funktion erfüllte.

Die grüne Tinktur des Schildes soll die Bedeutung der Landwirtschaft für den Ort zum Ausdruck bringen.

 

     

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